Wenn Sterne tanzen

Am Kirchplatz vor der hohen Weihnachtstanne machte sie Halt. Das Licht ihrer Kerzen tanzte im Schein der Nebelschwaden Irrlichtern gleich durch den frühen Abend und es verlieh dem Dunkel eine fast mythisch anmutende Unwirklichkeit, die fast als schön zu bezeichnen war. Von der Kirche her erklang Orgelmusik. Nicht feierlich, wie sie es aus früheren Kirchgängen her kannte. Es war ein heiter leichtes Lied, das dem schweren Nebel eine lange Nase zu zeigen versuchte.
Das Spiel von Musik, Licht und Nebel hielt die Frau fest. Die Unwirklichkeit der Szenerie ließ sie ihren Kummer vergessen. Wie gebannt starrte sie auf die Lichter der Tanne. Für einen Moment wich der Nebel und ein Lichtblitz huschte über den kleinen Platz. Ein Lichtblitz? Oder war es ein Stern gewesen?
Die Frau konnte nicht länger ernst bleiben. Und plötzlich war alles anders. Wer Sterne über Plätze tanzen sah, vermochte auch Einhörner zu sehen, Feen, Zauberer und Engel. So einfach war das.
So einfach?
Nun lachte die Frau. Es war, als wäre die Schaltuhr des Lebens wieder zurückgestellt auf Null. Auf einen neuen Anfang.
FROHE WEIHNACHT! 🎄

Ein Kommentar zu „Wenn Sterne tanzen

  1. Dass dir das Strahlen bleibt – wünsche ich dir.
    Dass du den Glauben an Wunder nähren kannst – wünsche ich dir.
    Dass du die Kraft des Anfangs spürst – an jedem neuen Tag – wünsche ich dir.
    Ein gesegnetes Weihnachtsfest, liebe Ella, das wünsche ich dir,
    Judith

    Liken

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