Sehnsucht – Dienstagspoesie

Sehnsucht

Ich saß oft unterm Feigenbaum
und träumte einen Sommertraum
von Sonne, Wärme, Blütenduft
und würzig frischer Abendluft.

Mein Traum dort unterm Feigenbaum,
ich träumt‘ ihn oft und lebt‘ ihn kaum.
Des Lebens Fülle lockte breit,
nur eines fehlte, das war Zeit.

So lief ich unterm Feigenbaum
ihm hinterher, dem Zaubertraum.
Er lag in Fesseln gut verschnürt,
von Freiheit hab ich nichts gespürt.

Ein Traum gegen die Herbstkälte – innen und außen und nicht nur dem Wetter und der Jahreszeit geschuldet.

10 Kommentare zu „Sehnsucht – Dienstagspoesie

      1. Heut weint deine Sommerseele sicher, hier jedenfalls schüttet es, was der Himmel hergibt.
        Schade, dass dies nicht im Frühling passierte,
        da wäre nicht so viel vertrocknet, aber dies liegt ja nicht in unserem Ermessen.
        Regelrecht nasse Grüße von hier zu dir.

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  1. So vieleTräume liegen in Fesseln, und das, was Leben ist, lässt ein Befreien zumeist nicht wirklich zu. Dazu bräuchte es eine Unabhängigkeit, die den wenigsten Menschen gegeben ist bzw zugestanden wird. –

    Ein ebenso schönes wie nachdenklich machendes Gedicht! – Danke dafür!

    Freundliche Grüße!

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    1. Und zumeist ist es auch eine Unabhängigkeit, mit der viele nichts anzufangen wissen, die ihnen Angst macht. Mit sich selbst frei zu sein ist die größte Herausforderung.
      Danke für deine feinen Gedanken zum Text und liebe Grüße, Ella

      Gefällt 1 Person

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