Danke auch …

„Ich weiß, dass wir längst zu den welken Blättern gehören,“ sagt die Frau in der Bäckerei und blickt mich vielsagend an. Ich nicke und überlege, wie es sich anfühlt, vom Baum zu fallen und in einer Pfütze zu landen.
Viel mehr ist über diesen Vormittag, glaube ich, nicht zu sagen.
Doch, gerade habe ich alle Verabredungen und Termine in diesem Jahr abgesagt und möchte einfach mal weinen. Danke auch, Corona!

8 Kommentare zu „Danke auch …

  1. Du Liebe, lass dich vom Kummer nicht beherrschen, du weißt, alles geht einmal vorüber. Ja, sicher bin ich älter als du, darum kann ich auch schreiben – was macht es aus, dass wir mal auf etwas verzichten müssen, es kommen wieder andere Zeiten. Dann freuen wir uns doppelt über Geselligkeit und mehr, mehr, mehr… Ich hoffe, viele Menschen gehen einmal genau so in sich, wie ich es noch immer mache. Man entdeckt so viel, was veränderbar noch ist, veränderbar zum Guten. Nach Corona können wir dann durchstarten und alles zum Besseren bewegen, mag es auch so lange halten wie es hält. Vielleicht müssen wir auch immer mit diesem Virus leben, wer weiß…
    Aber nix da mit Runterziehen, wir blicken aufwärts, BASTA. lächel…
    Dir lebensfreudige Gedanken
    Edith

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    1. Ich danke dir. Sehr. Es gibt Tage, an denen man ein leises Trösten mehr braucht als an anderen. Gestern war so einer, der mit schlechten Nachrichten, Ankündigungen, Absagen, Zweifeln, Sorgen und nicht ausgesprochenen, unterdrückten Worten Regie führte. All das ist heute auch da, aber nicht immer ist die Seele gerüstet für all das Dunkel dieser Zeiten. Und Corona ist wahrlich eine Geißel, und noch mehr bekümmert mich die Spaltung, die in der Gesellschaft stattfindet, und Worte, die plötzlich auf Goldwaagen lümmeln.
      Danke. Lieber Gruß, Ella
      PS: Wer sagt, dass du älter bist als ich? (Ich klinge vielleicht nur „kindlicher/kindischer“ manchmal, doch das ist wohl in großem Maß berufsbedingt) 😊

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      1. Ja, Corona hat uns im Griff, und dies nicht zu knapp. Niemand weiß mehr, was gehau’n oder gestochen ist. die Rechte weiß nicht mehr, was die Linke tut und alle widersprechen sich. Chaos pur sozusagen. Mich sollte nicht wundern, wird alles ausgesetzt und jeder wird sich selbst der Nächste sein. Doch so weit darf es nicht kommen.
        Mir tut es Leid, dass du mit weniger Gutem zu kämpfen hast, das geht an die Basis. Ich glaube, wir brauchen alle Geduld und vor allem Ruhe, was leider nicht immer machbar ist. Ella, ich umarme dich einfach mal!
        Lass deine Stärken nicht unterkriegen, behalte selbst für dich auch das Oberwasser – Worte, die leicht gesagt, ich weiß, aber von mir ehrlich gemeint.
        PS: Es klingt fast nach Lehrerin/Erzieherin, lächel…. ich war Dipl.-Bibliothekar, habe eine städtische Bibliothek geleitet, dazu das Museum, war für die Aufarbeitung der Historie der Stadt verantwortlich, als Stadtführerin tätig, ach und noch so Kleinigkeiten….
        Herzlichst, Edith

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      2. Ach, Edith, ich glaube, wir gehen alle durch eine schwere Zeit und all die, die es noch nicht sind, müssen nun erwachsen werden und sich auch so verhalten und dennoch aufpassen, dass sie ihre Kritikfähigkeit nicht verlieren und nicht alles konsumieren, was ihnen dargeboten wird und zwar von allen Seiten her. Es ist nicht leicht und alles zu glauben und verdauen, ist nicht jeden Tag gleich leicht. Wohl dem, der auf einem starkens Fundament steht.
        Drücken wir uns alle die Daumen, dass wir bald aufatmen können!
        Lehrerin? Dazu bin ich zu introvertiert. Ich erziehe und lehre nicht. Doch, ein bisschen vielleicht, wenn andere das, was ich schreibe, lesen und das Zwischenzeilige, auch zu verstehen vermögen. Manche tun es … Eigentlich bin ich eine abtrünnige Historikerin. Passt sehr gut zu deinem wunderschönen Beruf, mit dem ich auch einmal geliebäugelt hatte.

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  2. Ja, wirklich… einen schweren Verlust zu verkraften, damit ist es wie auf Deiner Fotografie… mal kann man sich weiter bewegen auf dünnen Planken, mal rutscht man in Ritzen, fällt ins Dunkel. Wie die Bäume die Blätter abzuwerfen und später neu auszutreiben, kraftvoller und frischer – das ist wohl der einzige Weg…
    So zumindest erlebe ich es.

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    1. Was für ein schönes Bild du malst! Ja, so ist es. Man muss aufpassen, nicht zwischen die Zeilen/Planken zu geraten und dennoch nach oben/vorne blicken, um weiter zu reisen, komme was wollen. Gänseblümchen blühen auch im Winter.
      Dankeschön.
      Alles Gute dir auf deinem Weiterweg!

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