Klappe!

Man muss mutig sein, um die Klappe zu halten, vor allem, wenn man sich deswegen so feige fühlt. Ein Leben mit Maulkorb.
„Klappe! Halt die Klappe!“
Es ist anstrengend und geht an die Substanz, dieses Schweigen sowohl im privaten als auch im öffentlichen, im politischen wie auch im ganz persönlichen Bereich. Es ist sogar sehr anstrengend.
Wie beredt doch dieses Schweigen sein kann, hier und da und dort!
„Klappe!“
Und nein, ich meine damit nicht (nur) die Maske. Die macht es nicht leichter.

Die liebe Malerin Ana Schönsteiner hat mir neulich dieses Bild gemalt. Es passt zum Thema.
Klappe!
Ich habe ja nichts gesagt.
(Wie lange noch?)

 

11 Kommentare zu „Klappe!

    1. Beides, liebe Monika-Maria. Ich finde, die Maske bekommt immer mehr die Züge eines Maulkorbs, in vielerlei Hinsicht. Und nein, ich bin keine Maskenverweigerin, aber ich sehe das sehr kritisch.
      Man muss darüber nachdenken. Ich freue mich, wenn ich dich dazu anregen konnte.
      Lieber Abendgruß zu dir, Ella

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  1. Ich glaube, mutig zu sein, die Dinge, die einen quälen laut auszusprechen, ist fast noch mutiger, als zu schweigen. Oft wirkt Ausgesprochenes verletzend, obwohl es der Wahrheit entspricht. Und wenn es einmal raus ist, dann ist man selbst erleichtert.
    Wunderbar regst du wieder zum Nachdenken an, liebe Ella. Ich mag es sehr.
    Hab einen feinen Samstag
    herzlichst, Edith

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    1. Nur so. Leider hat sich in unserer Gesellschaft etwas geändert und man tut zuweilen – immer öfter – gut daran, die Klappe zu halten. Ein Maulkorb, über die Maske gestülpt, und diese Entwicklung macht mir mehr Sorgen als das Virus. Das wird irgendwann verschwinden. Das andere… vielleicht nicht.
      Geschrieben mit Wehmut, ehrlich.
      Ella

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      1. Mir ging es mal so, ich gab meine Meinung kund und war sofort in einer rechten Ecke!!! Dabei war das Thema überhaupt nicht politisch. So etwas ist einfach nur noch krank.
        Doch wir lassen uns davon nicht anstecken, wir kuschen nicht, die Leute müssen mit bekommen, dass es auch noch anders geht – ehrlicher!
        Eine verstehende Edith grüßt dich!

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      2. Dein Verstehen erleichtert mich. Es ist schon so weit, dass man mit jedem Wort ringt und sich hinterher Gedanken macht, hoffentlich nichts Falsches gesagt zu haben. Und es macht mir Angst, denn ich hätte nie nie niemals gedacht, darüber überhaupt je nachgrübeln zu müssen. Die Ehrlichkeit fehlt mir immer mehr.
        E.

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