Ich gebe auf …

Ich gebe auf. Den Computer fahre ich herunter, die Arbeitsbücher neben mir schließe ich, nein, ich knalle sie zu, um ehrlich zu sein. Sie nerven mich heute. Ebenso wie die Musik, die mich immer beim Arbeiten begleitet (Verzeih, JJG!), und der innere Kritiker, der zum Durchhalten mahnt. Selbst der Kaffee schmeckt bitter. Aber ehrlich, irgendwann ist Schluss! Der Kopf raucht und die Seele weint und bibbert und bangt und hofft. Alles auf einmal. Und ich glaube, ich bin damit nicht alleine heute.
Wovon ich rede? Na, worüber alle heute reden und irgendwie auch grübeln: Wien, US-Wahlen und unser Dauerbrenner Corona, um die drei schaurigsten Ereignisse/Zustände zu nennen. Die drei genügen auch für heute. Sie sind alle drei entscheidend für unsere Zukunft bei wenig erfreulichen Prognosen. Und man sitzt da und harrt auf neues Unheil, nicht glaubend, dass es sich irgendwo irgendwie zum Guten wendet. Die furchtsame Seele sieht nur schwarz heute. WIE BITTE SOLL MAN DA KREATIV ARBEITEN und schöne Texte schreiben? Bitte wie?
Eben. Eine Antwort weiß keiner.
Ich werde jetzt noch eine Runde Sport machen. Online bei meinem allerliebsten Sportstudio*, das mir meine Rückenschmerzen weggezaubert hat und das gerade von der Schließung betroffen ist und dennoch online tapfer weitermacht. Und dann, dann werde ich mich mit Rotwein und Käsebrot aufs Sofa fläzen und den Fernseher einschalten. Den ganzen Abend Glotze satt. Das hatte ich schon lange nicht mehr und heute ist es wohl nötig.
Bloß nicht denken dabei. Nichts denken. Nichts.  Nur angenehme Leere.
Vielleicht schaue ich auch bei Twitter vorbei. Man muss ja auf dem Laufenden bleiben. Und der Kreislauf beginnt von vorne…

 

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12 Kommentare zu „Ich gebe auf …

  1. Liebe Ella,
    das verstehe ich gut.
    Bei mir laufen die Gedanken zu diesen drei Themen im Hintergrund mit, deshalb bin ich langsamer als sonst und schneller genervt, wenn etwas nicht gelingt.
    Rotwein und Käse übernehme ich – wenn du gestattest. Fernsehen nicht.
    Wir haben heute einen Frauentreffabend, eigentlich in Präsenz – nun halt Online. Vertraute Gesichter helfen hoffentlich weiter. Wir arbeiten zum Thema „Wenn alles anders ist!“
    Liebe Grüße
    Judith

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    1. Ich bin froh, dass es nicht nur mir so geht. Ich schmiere ein Brot für dich mit! Und ja, dein Abendprogramm klingt vielversprechender als meines. Das Thema ist ein gutes …
      Sprechen wir uns gegenseitig Mut zu.
      Liebe Grüße, Ella

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  2. Alles wird! Cool, dass dein Sportstudio schon wieder online arbeitet. Wir im Yogastudio bauen erst heute abend das Equipment auf. Vielleicht morgen oder erst am Donnerstag gibt es online Yoga. Alles ist zähflüssig und deprimierend. Nur nicht runterziehen lassen! Optimismus siegt! Durch die Wahl wird der Virus und das drumrum nicht weg sein. Es wird noch schlimmer liebe Ella, das glaube ich. Am 21.12.2020 ist Sonnenwende! Dann kommt die Änderung. Licht und Liebe an dich. 🙂

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    1. Die arbeiten immer parallel, online und live, heißt, was live mit den präsenten Besuchern geschieht, wird online übertragen und aufgezeichnet, so dass man jederzeit Zugriff auf die einzelnen Kurse hat. Eine geniale Sache.
      Glaubst du, dass es mit der Sonnenwende eine Änderung geben wird? Das wäre fabelhaft.
      Daran möchte ich auch nun glauben.
      Ein lieber Gruß und viel Glück mit deinem Studio!!! 💛

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  3. Und schaltest du den Fernseher ein, bringen fast alle Sender das, wovon du fortrennen wolltest.
    Zu Rotwein passt auch ein gutes Buch, vielleicht lenkt dies mehr ab. Obwohl,so denke ich, so richtig abschalten von den Geschehnissen heute wird wohl niemand können. Chaos, welches auch uns
    irgendwie krank macht…..
    Schalte deinen MutHoffnungsKanal an, ich sende dir als Lichtblitz ein Lächeln….

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    1. Man braucht schon Nerven … noch immer.
      Danke für deinen Rat, doch das mit dem (guten oder weniger guten) Buch klappt momentan nicht, irgendwie habe ich Hummeln im Hintern. Aber du hattest recht: TV ist eine schlechte Option (gewesen gestern Abend und eigentlich fast immer).
      Lieber Gruß, E

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