Heute der rote Schal

Dieser Morgen hat sich ein graues Gewand angezogen. Ein feuchtes, trauriges Nebelgrau, in dem selbst die letzten gelben Blätter der Birken und Eichen und das rostbraune Buchenlaub fahl und von resignierter Abschiedsstimmung geprägt erscheinen. Nur die Weinstöcke wehren sich hier und da noch gegen diese Einheitstristesse und trotzen dieser Oktobermelancholie mit kräftigen roten, braunen und grünblauvioletten Tupfern.
Ich trotze auch, binde mir den knallroten Schal, der mir sonst ein bisschen zu rot ist, um und spaziere in das Grau hinaus, das nach nassem Holz, Nüssen, Steinpilzen, Pfefferminztee und Apfelkuchen duftet und sich tröstlich weich anfühlt.

3 Kommentare zu „Heute der rote Schal

  1. … und auch dem Novemberblues wirken deine Worte entgegen. Ach, der Herbst lockt so viel aus uns heraus.
    Mein rotbunter Schal winkt deinem Roten zu, und wir wärmen uns hinein…
    herzlich, Edith

    Gefällt 1 Person

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