Zitronenträumerei

Ich zeichne heute eine Zitrone. Mit Tusche und Feder. Ganz, halb, als Viertel, innen, außen, ungeschält, geschält, ausgepresst, die Schale, das Fruchtfleisch. Alles. Und im Zimmer duftet es nach Sommer, Blüten, Thymian, frischer Erde und Meer. Und nach Zitronen. Und ich stehe am Rand eines schmalen Sträßleins, das sich in Kurven zwischen Zitronenhainen und Weinbergen, vorbei an Felssprüngen und Abgründen, steil bergaufwärts windet, blicke aufs Meer unter mir, verliere mich im Verlauf der sich kräuselnden Wellen und genieße. Die Weite. Die Wärme. Die Freude, die mich trunken macht. Und ich greife wieder zur Feder und zeichne weiter und es ist gut so.

4 Kommentare zu „Zitronenträumerei

  1. Auch ich mag Zitronenduft, den Saft trinken, das Fleisch mit Honig löffeln… Nur malen kann ich nicht!
    Dafür bewundere ich dich. So hat jeder sein Hobby, welche uns vielleicht ein wenig abdriften lassen vom Jetzt…
    Zitronenduftige Grüße von mir zu dir.

    Gefällt 1 Person

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