Frühlingsahnen

Unter Mandelbäumen
Düfte träumen.
In den wolkenblauen
Himmel schauen.
Zwischen sonnenwarmen
Blütenarmen
und auf Frühlingswiesen
stumm genießen.
Glück und selig schwärmen,
Seele wärmen …
Bunt im winterfahlen
Lichte malen.
Zeit zieht ihre Bahnen.
Frühlingsahnen.

Und nun ist er da!
Hallo Frühling! Wie schön du bist! ❤️

Fantasie

Du siehst Vögel nicht, die am Himmel stehn,
die träumend in die Wolken sehn?
Und Schmetterlingsküsse auf Apfelbäckchen
in quietschsommerbunten Spätwintereckchen
kann es nicht geben
im realklaren Leben … ?
Die Fantasie trägt eine Maske,
sie hält sich versteckt,
doch an so manch einem Tage,
hab ich sie entdeckt.
Und du?

Das stumme Wort

Auf einer Wolke
schwebt leise das Wort,
das niemals gesagte,
für immer nun fort.

Und dieses Wort, es
zieht weit übers Land,
von allen gesehen
und doch nicht erkannt.

Wohin mag es treiben
im Tanz mit dem Wind?
„Halt! Ich will dich schreiben!“,
ruft leise ein Kind.

Es hat es gesehen
im Traume so nah.
Da war das vermisste
Wort ganz plötzlich da.

Es wollt nach ihm greifen.
Das Wort blieb ihm fern.
Doch hielt in den Händen
das Kind einen Stern.

Das Wort, es raunt leise:
„Ich kehre zurück
zu anderen Zeiten,
den Zeiten von Glück.“

Ich bin leider derzeit auch etwas stumm. Es liegt zu viel Arbeit auf meinem Schreibtisch wie immer in dieser Zeit. Auf bald wieder! Habt eine schöne Zeit! 💛

Novemberlicht

Novemberlicht.
Dein Schein von scheidenden Blättern geschmückt,
als suchten sie bei dir Halt.
Längst weiter gewandert ist ihre Zeit,
das Jahr, das matte, ist alt.
Novemberlicht.
Du schickst dein Lächeln hinaus in die Nacht.
Ein leises Seufzen verhallt.
„Psst!“, flüsterst du und nimmst meine Hand.
Das Dunkel ist nicht mehr kalt.

Gebrauchslyrik

„Darf es noch einmal bunt sein?“,
raunt leise er dir zu.
„Noch während du genießest,
begeb ich mich zur Ruh!“
Er sprach’s mit einem Leuchten.
„Adieu!“ Sein letztes Wort.
Er winkte noch zum Abschied,
und dann, dann war er fort.

Ich kann einfach nicht tragisch dichten, was zum November so gut passt. Auch nicht in wunderschön kunstvollen Wort- und Satzgebilden, die viele Fragezeichen offen lassen. Nein, bei mir endet es fast immer im Reim. Gebrauchslyrik nannte man es früher. Auch gut. Das Wort „Lyrik“ steckt wenigstens mit drin.

Leider kann ich derzeit nicht so oft hier in die Blogwelt schauen, Besuche abstatten, kommentieren. Das alljährliche vorweihnachtliche Chaos erwischt mich gerade wieder in meiner Berufswelt und ich verbringe viel Zeit damit, eMails zu beantworten und das tötet jede Kreativität und Schreiblust und überhaupt. Was tröstet ist die Gewissheit, dass der Spuk auch wieder vorübergeht. Mit Nikolaus ist es gewöhnlich vorbei, es sei denn, wir kriegen doch noch einen vollen Shutdown. Dann könnte es noch ein bisschen stressiger werden. Bitte nicht!