Die leise Zeit

Nein, ich bin wahrlich kein Wintermensch. Dennoch, diese frostigen Tage genieße ich gerade. Sehr sogar. Sie bringen Stille. Sie bringen Ruhe. Die Unruhe der letzten Monate und Wochen lässt nun doch langsam nach und mir gelingt immer öfter, einfach einmal nichts zu tun. Auch nicht zu bloggen 😊
Es tut gut, am Fenster zu stehen und den wirbelnden Schneeflocken zuzusehen.
Es macht Spaß, dick eingemummelt durch den Winterwald zu stapfen und – pssst – der Stille, die gar keine Stille ist, zu lauschen.
Es ist interessant zu spüren, wie die Natur all den Stress und das Ungute im und beim „Menscheln“ deutlich macht und das Negative langsam für ein paar stille Momente verdrängt.
Ja, das tut gut.
Ich lerne und übe mich darin, mich auf mich zu besinnen, nach innen zu lauschen, die verlorene Mitte ein bisschen wieder zu finden.
Es ist ein einfaches SEIN, und dieses Spüren wieder zu spüren (was für ein Satz!), ist erholsam und gibt Kraft. Hoffe ich.

Kurzum: Ein selbst verordneter „Urlaub“ von all dem da draußen und ein erholsames, bewusstes „Wintern“ … mit leisen Tönen.
Ehrlich, DAS hatte ich seit Jahren nicht mehr.
Es hat gefehlt.
Und ich fange wieder zu schreiben, zu lesen. Nur das Klavier schweigt weiter und das ist richtig so. Ich habe es an Kinder in Dorf verliehen und das stimmt mich innerlich friedlich. Sehr.