Die Zeit … und ich

Die Zeit. Sie trifft mich oft aus heiterem Himmel beim Blick in den Spiegel. In solchen Momenten sehe ich zwei Gesichter, die mir entgegen blicken. Das gefühlte Gesicht und das reale. Ersteres ist nett und verträumt und jung und bunt, das zweite brutal ehrlich und von der Wirklichkeit geprägt. Jenes zweite sehe ich nicht immer, doch wenn es auftaucht, erschrecke ich und stelle fest, dass schon wieder viel Zeit vergangen ist. Zeit, deren Vergehen Seele und Geist irgendwie nicht mitbekommen und realisiert haben. Es schockiert jedes Mal aufs Neue, dieses reale Gesicht. Ich mag es nicht, sollte mich aber an seine wahrhaftige Existenz gewöhnen. Gestern hatte es mich wieder einmal kurz angesehen. Ich habe Farben genommen und es bunt bemalt. Nun sehe ich bunt.

Dieser bunte Blick, er fühlt sich gut an. Verdammt gut.

Der Bleifuß auf der Straße des Lebens

Die Erkenntnis, auf der Schnellstraße des Lebens zu verlangsamen und in eine Nebenstraße einzubiegen.
Ich biege seit einigen Tagen … gerade … ein, der Fuß allerdings steht noch fest auf dem Gaspedal.
Doch der Bleifuß, er bröckelt. Es ist höchste Zeit.

Und auch ist die Zeit reif, in das neue Leben Struktur zu bringen. Struktur, Achtsamkeit und Erinnerungen.