Gebrauchslyrik

„Darf es noch einmal bunt sein?“,
raunt leise er dir zu.
„Noch während du genießest,
begeb ich mich zur Ruh!“
Er sprach’s mit einem Leuchten.
„Adieu!“ Sein letztes Wort.
Er winkte noch zum Abschied,
und dann, dann war er fort.

Ich kann einfach nicht tragisch dichten, was zum November so gut passt. Auch nicht in wunderschön kunstvollen Wort- und Satzgebilden, die viele Fragezeichen offen lassen. Nein, bei mir endet es fast immer im Reim. Gebrauchslyrik nannte man es früher. Auch gut. Das Wort „Lyrik“ steckt wenigstens mit drin.

Leider kann ich derzeit nicht so oft hier in die Blogwelt schauen, Besuche abstatten, kommentieren. Das alljährliche vorweihnachtliche Chaos erwischt mich gerade wieder in meiner Berufswelt und ich verbringe viel Zeit damit, eMails zu beantworten und das tötet jede Kreativität und Schreiblust und überhaupt. Was tröstet ist die Gewissheit, dass der Spuk auch wieder vorübergeht. Mit Nikolaus ist es gewöhnlich vorbei, es sei denn, wir kriegen doch noch einen vollen Shutdown. Dann könnte es noch ein bisschen stressiger werden. Bitte nicht!