Sehnsucht

Du legst deine Arme um den knorrigen Stamm des alten Kirschbaums und blickst zu den Zweigen empor.
Du freust dich an den duftig weißen Kirschblüten.
Es sind so viele, dass du die Äste des Baumes fast nicht mehr erkennen kannst.
Wie Schnee sehen sie aus, die Äste.
„Frühlingsblütenschnee“, denkst du und lächelst.
Entzückt schaust du zu diesem Blütenmeer empor.
Dir ist, als winkten dir die Blüten einladend zu.
Sie locken dich mit ihrem Duft.
Köstlich süß duften sie.
Nach Frühling.
Hmmmm …

So, das musste jetzt sein! Und überhaupt: Wer nicht träumt, lebt nicht (mehr), sagt der fröhliche Mensch, der mich das Mentaltraining lehrt. Er hat recht.
Und ab heute Nacht könnte es hier bei uns im tiefen Wald schneien.
Wintersternchenschnee, ganz ohne Blütenduft.
Auch schön, aber leider nur „auch“.